Wer ist Martin Luther King?

Wer ist Martin Luther King?

Martin Luther King war ein schwarzer Baptistenpastor und Bürgerrechtler.
Er kämpfte friedlich, durch seine Reden und Predigten, gegen die Rassentrennung und stellt eine der bedeutendsten Personen in der Geschichte der Schwarzen in den USA dar.

Steckbrief:

Name:

Martin Luther King Junior
-> ursprünglich Michael King Junior

Geboren

am 15. Januar 1929 in Atlanta

Gestorben

am 4. April 1968 in Memphis

Nationalität:

US-amerikanisch

Seine Eltern

waren Alberta Christine Williams King (1904 – 1974)
und Michael King Senior (1899 – 1984)

Bekannt für

seine Rede „I have a dream“
und als Kämpfer gegen die Rassentrennung in den USA

Beruf

Er war Pfarrer einer baptistischen Gemeinde in Montgomery

Was macht Martin Luther King so besonders?

Der junge Martin Luther King, der in Atlanta, Georgia, in mittleren Verhältnissen aufgewachsen ist, hat von Anfang an Erfahrung mit Rassismus machen müssen. Das Gesetz der Rassentrennung in den USA beinhaltete, dass Schwarze und Weiße nicht auf den selben Plätzen im Bus sitzen durften, dass sie nicht die selbe Toilette benutzen durften, nicht in die gleiche Schule gehen durften sowie viele weitere Erniedrigungen.

Nachdem Martin sein Studium in Soziologie 1948 erfolgreich abgeschlossen hatte, folgte 1951 das der Theologie. Als besonders begabter Redner unterstützte er schon mit siebzehn Jahren seinen Vater als Hilfsprediger in seiner Baptistenkirche. Er heiratete Coretta Scott und zog 1954 nach Montgomery, wo er von nun an seine eigene Gemeinde übernahm.

Als Anführer des „Montgomery Bus Boycott“ gewann Martin Luther King Junior an Bekanntheit. Auf sein Engagement, für friedliche Proteste gegen die Rassentrennung, folgte nicht nur Gutes, da weiße Rassisten ihn und seine Familie von nun an extrem bedrohten.

„Ich wollte den Kampf aufgeben. Ohne den Kaffee anzurühren, saß ich am Küchentisch und grübelte darüber nach, wie ich von der Bildfläche verschwinden könnte, ohne als Feigling zu erscheinen. In diesem Zustand äußerster Mutlosigkeit legte ich Gott meine Not hin… In diesem Augenblick erlebte ich die Gegenwart Gottes wie nie zuvor. Mir war, als hörte ich eine innere Stimme, die mir Mut zusprach: ‚Stehe auf für die Gerechtigkeit! Stehe auf für die Wahrheit! Und Gott wird immer an deiner Seite sein!‘ Ich war bereit, allem ins Auge zu sehen.“

Martin Luther King Jr.: Zitat aus: planet-wissen.de

Das ist der „Montgomery Bus Boycott“

Wir befinden uns im Jahr 1955. Es ist der 1. Dezember, zehn Monate nach dem Amtseintritt Martin Luther King Juniors als Baptistenpastor der Gemeinde von Montgomery. Die Afroamerikanerin Rosa Parks fährt mit dem Bus und verstößt gegen die Rassentrennung, weil sie sich weigert, von einem für Weiße reservierten Sitzplatz auf zu stehen. Sie wird verhaftet.
Daraufhin begannen Proteste gegen die Rassentrennung, indem sich viele Schwarze weigerten, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzten. Diese Proteste werden unter dem „Montgomery Bus Boycott“ zusammengefasst. Nach 381 Tagen Protest konnte ein gewisser Erfolg verzeichnet werden, der oberste Gerichtshof entschied, dass die Rassentrennung in den öffentlichen Verkehrsmitteln ab sofort verboten sei.

Gerechtigkeit ist seine Waffe

Nach den Protesten in Montgomery wollte sich Martin Luther King intensiver mit der Bürgerrechtsbewegung auseinandersetzten. Er kündigte seinen Job und zog zurück in seine Heimat Atlanta zu seinen Eltern. Daraufhin begann er, Reden zu halten und weitere friedliche Proteste zu organisieren. Trotz mehreren Festnahmen machte er weiter und weiter. Unterstützt wurde er zum Beispiel durch den damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy, der ihn aus seiner Inhaftierung befreite.

Seine Waffen im Kampf gegen den Rassismus waren keinesfalls Gewalt, er glaubte zutiefst an die Gerechtigkeit und an die Macht der Moral und so gestalteten sich seine Protestaktionen als gewaltfreie Märsche, Sitzblockaden und Gebetskreise.
Von dieser Art des Protests können auch wir heutzutage noch viel lernen.

„Ich bin der Gewalt müde, die ich zu oft gesehen habe. Ich habe diesen Hass auf den Gesichtern zu vieler Sheriffs im Süden gesehen… Ich werde mich nicht auf ihre Ebene herab begeben. Wir haben eine Kraft, die man nicht in Molotowcocktails finden kann.“

Martin Luther King Jr.: Zitat aus: planet-wissen.de

„I have a dream“

Dies ist das vermutlich bekanntesten Zitat der Rede Martin Luther Kings.

“I have a dream that my four little children will one day live in a nation where they will not be judged by the color of their skin, but by the content of their character.”

Martin Luther King Jr.
Hier kannst du dir einen Auszug aus seiner Rede ansehen:https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/martin-luther-king-i-have-a-dream-rede-ausschnitt-100.html

Er hielt die Rede auf dem Höhepunkt seiner Popularität im Jahr 1963 in Washington D.C. vor unfassbaren 250.000 Menschen und setzte so ein Zeichen gegen Rassismus und Armut, welches bis heute die Gesellschaft beeinflusst.

Mit der Aufhebung der Rassentrennungsgesetze im Jahr 1964 wurden endlich erste Erfolge für die Gleichberechtigung der Schwarzen erzielt. Daraufhin erhielt Martin Luther King Junior den Friedensnobelpreis. Im folgenden Jahr wurde das Wahlrecht reformiert, sodass nun auch alle schwarzen Amerikaner ihre Stimme abgeben durften.

Ein wenig ruhmreiches Ende

Trotz dieser Erfolge besserte sich die Situation der Schwarzen in den USA nicht wirklich. Gelder für Förderprogramme kamen nicht, da der Vietnamkrieg alles verschlang. Rassismus und Armut bleibt bis heute ein Thema, das nicht nur national, sondern auch international ein Problem darstellt. Dessen war sich Martin Luther King auch schon damals bewusst.

Seine Proteste gegen den Vietnamkrieg und die Armut erhielten immer weniger Unterstützung und ehemalige Mitstreiter Martin Luther Kings wendeten sich von ihm ab. Sie wurden gewaltbereiter, weil sich doch nicht so viel geändert hatte, wie erwartet. Auch das FBI begann mit Untersuchungen gegen den Baptistenpastor und brachte Martin zunehmend unter Druck. Diese Faktoren deprimierten ihn stark und so wirkte er in der Öffentlichkeit zunehmend angeschlagen.

Bei einer Aktion am 4. April 1968 um besseren Lohn für schwarze Müllarbeiter zu erreichen, wurde King auf seinem Balkon in Memphis vermutlich durch einen Weißen erschossen.

Auf seinen Tod folgten landesweite gewalttätige Ausschreitungen.

Hinsichtlich seines Todes sagte King:

„Ich werde kein Geld hinterlassen. Ich werde keine vornehmen und luxuriösen Dinge hinterlassen. Ich möchte nur ein engagiertes Leben hinterlassen.“

Was können wir von ihm lernen?

Trotz seines wenig ruhmreichen Abgangs sind wir uns heutzutage durchaus darüber bewusst, was Martin Luther King Junior Wichtiges für die Schwarzen, die Armen und für die gesamte Gesellschaft getan hat. Deshalb wird er an diesem und allen weiteren „Martin Luther King Days“ für immer in unseren Köpfen bleiben. Er soll uns immer daran erinnern, dass wir alle Menschen sind und uns gegenseitig helfen sollen, egal welche Hautfarbe, welche Herkunft, welche Religion oder welches Geschlecht wir auch haben.
#WIR SIND ALLE MENSCHEN!

Quellen und weitere spannede Infos zu Martin Luther King:

https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/martin_luther_king/index.html#Wurzeln

https://www.geo.de/geolino/mensch/2183-rtkl-weltveraenderer-martin-luther-king

https://www.zdf.de/nachrichten/heute-sendungen/videos/martin-luther-king-i-have-a-dream-rede-ausschnitt-100.html

Text by: Leon Peters EF

Dieser Beitrag hat einen Kommentar

  1. Ich bin toll

    Eine sehr interessante Information. (vorallem, da wir so etwas in der Schule in Geschichte nicht machen…)

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